Schöne Tour von nach Patan nahe Kathmandu

Wetter: sonnig, warm und trocken

Strecke: Kathmandu – Patan und zurück

max. Höhe: ca. 1300 m ü.NN in Kathmandu

Thamel8.00 Uhr standen wir heute auf und trafen uns eine halbe Stunde später, um zum Frühstück in die Stadt zu gehen. Nach kurzer Suche fanden wir eine Dachterrasse mit Blick auf eine viel befahrene Kreuzung. Es war sehr interessant, während des Frühstücks das Treiben zu beobachten. Ich aß ein Omelette mit Toast und Bratkartoffeln und Kaffee für NR 40,00.
Nach dem Frühstück gingen wir in der Altstadt von Kathmandu in aller „Ruhe“ bummeln. Es gab viel Neues und Interessantes zu entdecken. Das ist das Schöne an Kathmandu und besonders an Thamel, dass man noch so oft eine Straße entlang gehen kann und der Blick erspäht immer wieder ein neues Detail. Man kann sich auch einfach einen halben Tag an einen Tempel setzen und die Menschen beobachten und es wird einem nicht langweilig. Und „Fotomaterial“ gab es hier in der Altstadt mehr als genug. Zeitweise hatte ich Angst, nicht genug Filme dabei zu haben.
Bis 12.00 Uhr mussten wir uns noch jeder ein Fahrrad besorgen für unsere Fahrradtour am Nachmittag. Da ich heute mit Bernd und Christian unterwegs war, machten wir uns zu dritt auf die Suche nach einem geeigneten Untersatz. Ein sehr umsichtiger Händler sah uns und half gleich bei der Suche. Wir klapperten mehrere Verleihstationen ab und hatten beim vierten Geschäft endlich Glück und bekamen ein Fahrrad für NR 40,00 pro Tag. In Deutschland würden diese Räder wahrscheinlich gleich aus dem Verkehr gezogen.
Wir trafen uns nach dem Mittagessen im Hotel und starteten gemeinsam zu unserer Tour ins ca. 4 km entfernte Patan (Lalitpur).Temple Khokana Lalitpur Es ist erstaunlich, dass auf der halbstündigen Fahrt keiner zu Schaden gekommen ist. In Nepal gilt Linksverkehr und das ist scheinbar auch die einzige Verkehrsregel, welche allgemein bekannt ist. Wer die lauteste Hupe oder Klingel und das größte Fahrzeug besitzt, hat auch die Vorfahrt. Was für mich auch absolut nicht fassbar war, sind die Abgas- und damit verbunden die Luftprobleme in Kathmandu. Wenn die Fahrzeuge an einer Steigung herunterschalten mussten, war teilweise die gesamte Straße in blauen Nebel gehüllt, die Augen fingen an zu tränen und das Atmen war fast unmöglich. Wir halten das nur die vielen Rikschafahrer aus?
In Patan wurden wir dann mit herrlichen Tempel- und Palastanlagen für unsere Mühen belohnt. Wir verabredeten uns zum Abendbrot und trennten uns anschließend, um den Bezirk in kleinen Gruppen zu erkunden. Ich warf auch schon mal ein Auge auf ein paar mögliche Souvenirs und merkte mir die Läden für den späteren Einkauf. Gefunden hatte uns auch ein netter Nepalese, der uns ohne aufgefordert zu werden, die „geheimen“ Ecken von Patan zeigte. So auch den Tempel der Tausend Buddha – Maha Bouddha, welchen wir alleine wohl nicht erspäht hätten, denn er war gut versteckt in einem Hinterhof. Für die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft unseres Begleiters bedankten wir uns mit NR 15,00 und einer Schachtel Zigaretten. Er freute sich darüber wie ein kleiner König.
Gegen 17.00 Uhr trafen wir uns zum Abendbrot in einem kleinen Hinterhoflokal mit viel Grün. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf die Rückfahrt zum Hotel. Es dämmerte schon, als wir dort ankamen und beschlossen , noch ein Bier trinken zu gehen. So landeten wir wieder auf der Dachterrasse, auf welcher wir schon gefrühstückt hatten. 23.15 Uhr war ich dann im Bett. Für morgen hatten wir uns eine Wanderung zur Svayambunath Stupa vorgenommen. Eigentlich kein Problem, wenn nicht Start um 5.00 Uhr früh sein sollte.

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